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Druckverfahren

Druckverfahren

Flexodruck oder Siebdruck?

Latexballons werden in zwei Verfahren bedruckt, die sich grundlegend unterscheiden und verschiedene Merkmale aufweisen. Je nach Vorlage, Druckfarben, Menge und Einsatz der Ballons eignet sich das eine oder andere Druckverfahren besser. Für ein optimales Druckergebnis ist es wichtig, die Möglichkeiten und Stärken der beiden Verfahren zu kennen.

Generell gilt: Ballondruck lässt sich nicht mit Papierdruck vergleichen. Denn erstens handelt es sich beim Ballon um ein flexibles, schlecht fassbares Material. Zum zweiten muss der Druck so elastisch sein, dass er sich auf einen Bruchteil zusammenziehen kann, ohne beim späteren Aufblasen abzuschwächen oder gar abzublättern.

Flexodruck

Das Cliché, eine aufgummierte Metallplatte, holt sich an der Farbwalze die Druckfarbe und überträgt sie, ähnlich wie ein Stempel, auf eine Gummiwalze. Diese Gummiwalze überträgt wiederum den so entstandenen Abdruck durch Abwälzen auf den luftgefüllten Ballon. Die mögliche Druckfläche zieht sich auf einem ca. 12 cm breiten Gürtel um den Äquator des Ballons.

Die Vorteile von Flexodruck sind...
- Grössere Druckfläche
- Gute Passgenauigkeit bei 2- oder 3-Farbendruck

Flexodruck - maximale Druckfläche ist breiter als hoch. Die maximale Druckfläche hängt davon ab, ob der Ballon einseitig oder zweiseitig bedruckt ist. Bei einseitigem Druck ist die Fläche rund 12 cm hoch und kann bis zu 28 cm breit sein. Bei zweiseitigem Druck ist die Breite auf rund 20 cm beschränkt, während sich die max. Druckhöhe nicht verändert.

Mehrfarbendruck:
Flexodruck - Druckfarben-Passer stimmt. Das Flexodruckverfahren eignet sich besser für mehrfarbige Sujets (bis zu 3 Farben), weil die Farben genauer ineinander gepasst werden können. Trotzdem darf man sich unter Mehrfarbendruck keine Foto- oder Papier-Farbdruck-Qualität vorstellen. Es handelt sich dabei lediglich um zwei oder drei Einzelfarben, die nebeneinander gedruckt werden.

Sie bestimmen die Druckqualität:
Flexodruck - blassere Farben Der Flexodruck weist ein relativ schwaches Druckbild auf. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Farbflächen typischerweise gefleckt und die Ränder etwas unscharf mit einem Doppelrand erscheinen. Dadurch schimmert die Ballonfarbe durch den Aufdruck, das Sujet wirkt blasser als beim Siebdruck. Buchstaben, die kleiner als 1 cm sind können nicht mehr entziffert werden. Ab etwa 1,5 Meter Distanz können diese Effekte aber von blossem Auge nicht mehr erkannt werden. Desbalb sollten möglichst einfache Symbole und wenig Text verwendet werden. Rasterflächen sind zu vermeiden.

Siebdruck

Die Druckfarbe befindet sich in einem Sieb, das sich auf den Ballon absenkt und den flachgedrückten Teil bedruckt. Die maximale Druckfläche ist rund und beträgt etwa 15 cm Durchmesser.

Die Vorteile von Siebdruck sind...
- Scharfe Konturen (hohe Druckqualität)
- Hohe Flächendeckung (kräftiges Druckbild)
- Rasterflächen und -verläufe möglich

Siebdruck - maximale Druckfläche ist rund. Unabhängig davon, ob Sie einen Ballon auf 1, 2, 3 oder gar 4 Seiten bedrucken, die maximale Druckfläche beträgt im Kreis-Durchmesser immer ca. 15-18 cm (je nach Ballongrösse).

Siebdruck - ungenauer Passer. Im Siedruckverfahren wird der aufgeblasene Ballon nach jedem Aufdruck, also nach jeder Einzelfarbe, zur nächsten Druckeinheit transportiert. Dadurch entstehen Verschiebungen der Einzelfarben um bis zu 10 mm. Problemlos und ohne Aufpreis möglich ist es hingegen, einen Ballon auf zwei Seiten mit zwei verschiedenen Farben zu bedrucken.
Siebdruck - Scharfe Konturen, hoher DeckungsgradDer Siebdruck weist eine gute Kantenschärfe und eine hohe Flächendeckung auf. Die Farben erscheinen leuchtender und das Sujet wirkt schärfer als beim Flexodruck. Buchstaben, die kleiner als 1 cm sind, sollten aber auch hier nicht eingesetzt werden, da sie aus der üblichen Distanz von 1,5 bis 5 m ohnehin kaum lesbar sind. Rasterpunkte sollten mindestens eine Grösse von 1 mm aufweisen, mindestens ebenso dick sollten feine Linien sein.
Druckvorlage entscheidet Wichtig für die Wahl des Druckverfahrens ist meist die Druckvorlage. Ist das zu druckende Sujet rund oder quadratisch, dann eignet sich eher der Siebdruck. Ist das Sujet hingegen viel breiter als hoch, dann empfehlen wir Ihnen Flexodruck, um die maximale Druckfläche optimal auszunutzen. Ideal ist es, wenn Sie die Gestaltung an die Möglichkeiten eines dieser Druckverfahren anpassen können. Sujets, die höher als breit sind, eignen sich oft nicht für den Ballondruck, weil sie dann sehr klein wirken.